Die Analyse zeigt, dass ein nachhaltiges Schweizer Ernährungssystem, welches eine gesunde Ernährung, eine umweltschonende Produktion, eine substanzielle Wertschöpfung und einen hohen Selbstversorgungsgrad beinhaltet, grundsätzlich möglich ist. Zwischen diesen Nachhaltigkeitsaspekten bestehen Synergien, die genutzt werden können, wenn sich Produktion und Konsum stärker in Richtung pflanzliche Nahrungsmittel verschieben.
Zielkonflikte sind zu einem grossen Teil vermeid- oder kompensierbar. So führt die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Ernährungssystem zwar zu Einkommensrückgängen in Produktionsbereichen, die mit einer sinkenden Nachfrage konfrontiert sind (primär bei Fleisch und süssen Nahrungsmitteln). Demgegenüber bestehen aber Potenziale in Bereichen von stärker nachgefragten Produkten (primär im Bereich der pflanzlichen Nahrungsmittel wie beispielsweise Gemüse).
Um die Ziele zu erreichen, sind Massnahmen in allen Bereichen der Wertschöpfungskette erforderlich. Diese sind danach auszurichten, eine gesunde Ernährung mit einheimischen Nahrungsmitteln zu fördern und Nahrungsmittel-verluste zu minimieren. Für die Umsetzung der strukturellen Veränderungen ist eine langfristige Sichtweise erforderlich, damit die Landwirtschaftsbetriebe, aber auch die weiteren Akteure der Land- und Ernährungswirtschaft ausreichend Zeit haben, sich auf die zukünftigen Rahmenbedingungen auszurichten. Die Modellergebnisse zeigen, dass eine Umstellung des Landwirtschafts- und Ernährungssektors gemäss dem Zukunftsbild langfristig erreichbar wäre und dass diese Entwicklung die Chance bieten würde, die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Ernährungssystems unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu verbessern.