Die Digitalisierung der Land- und Ernährungswirtschaft
geht weit über den Einsatz einzelner Technologien
hinaus. Ein gemeinsames Verständnis und koordiniertes
Handeln aller Akteure ist notwendig, um bestehende Lücken bei der Technologieeinführung gezielt zu schliessen
und Produktionssysteme und -prozesse proaktiv weiterzuentwickeln. Bildung und Beratung sind dabei zentrale
Hebel zur Befähigung der Landwirtinnen und Landwirte.
Die Digitalisierung der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft verlief in drei Meilensteinen. Seit den
1990er-Jahren standen einzelne Technologien im Fokus.
Mit der 2018 lancierten Chartagemeinschaft wurde
nicht nur der Dialog zwischen allen Akteuren gefördert
und gemeinsame Spielregeln geschaffen, sondern auch
die strategische Bedeutung von Daten für die digitale Transformation erkannt. Folgend eines politischen
Vorstosses wurde 2022 die Digitalisierung mit einem neu
geschaffenen Direktionsbereich für Digitalisierung und
Datenmanagement beim BLW institutionell verankert.
Im April 2024 hat das BLW gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Schweizer Agrar- und Ernährungssektors und basierend auf der 2023 entwickelten
Digitalisierungsstrategie das Transformationsprogramm
DigiAgriFoodCH initiiert. DigiAgriFoodCH hat zum Ziel,
einen datenbasierten Sektor zu schaffen und umfasst
zehn Massnahmen, von denen sechs die Grundlage für
die digitale Transformation des Sektors bilden.