Die bisherigen Vernetzungsbeiträge (VNB) und Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB) werden zum neuen
Beitrag für regionale Biodiversität und Landschaftsqualität (BrBL) zusammengeführt. Am 1. Januar 2026
trat die neue Direktzahlungsverordnung (DZV) in
Kraft, der BrBL wird nach einer zweijährigen Übergangsfrist ab 2028 erstmals ausbezahlt. Dieser Artikel
analysiert die bisherigen Erfahrungen mit VNB und
LQB, ihre Stärken und Schwächen sowie die daraus
abzuleitenden Konsequenzen für die künftige Umsetzung des BrBL. Während VNB positive Effekte auf die
Biodiversität zeigten, jedoch häufig nur Minimalvorgaben erfüllten und eine Lagesteuerung nur vereinzelt
umgesetzt wurde, führten LQB ebenfalls zu positiven
Aspekten aber auch teilweise zu Mitnahmeeffekten
und der Wahl leicht umsetzbarer Massnahmen. Die
Zusammenlegung eröffnet Chancen zur besseren Wirkung, zur administrativen Vereinfachung, zur Harmonisierung von Trägerschaften und Perimetern sowie
zur Nutzung von Synergien zwischen Biodiversität und
Landschaftsqualität. Gleichzeitig ergeben sich Spannungsfelder zwischen regionaler Gestaltungsfreiheit
und klaren Vorgaben, zwischen einfacher Handhabung
und wirksamer Anreizstruktur sowie zwischen ökologischen und ästhetischen Zielen. Damit der BrBL diese
Herausforderungen meistert, helfen insbesondere ambitionierte Projektziele und klare Qualitätsvorgabe