Im Ressourcenprojekt PFLOPF (Pflanzenschutzoptimierung mit Precision Farming) wurde auf knapp 60 landwirtschaftlichen Betrieben mit Acker-, Gemüse-, Obst- und Rebbau unter Praxisbedingungen erhoben, welchen Beitrag Precision Farming Technologien zur Reduktion des Pflanzenschutzmittel (PSM)-Einsatzes leisten können. Das Wirkungsziel war eine Reduktion der PSM-Einsatzmengen in der Summe aller Technologiemassnahmen um mindestens 25% verglichen mit herkömmlich ohne Precision Farming Technologien behandelten Flächen. Je nach Kultur, Witterungsverlauf und zur Verfügung stehenden Precision-Farming-Technologien ist diese Reduktion möglich, lässt sich aber nicht generell erreichen. Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz der untersuchten Technologiemassnahmen variieren stark zwischen den Betriebszweigen. Akzeptanzfördernd wirken über alle Branchen hinweg finanzielle Beiträge wie über Direktzahlungen und die Strukturverbesserungsverordnung, Arbeitsentlastung und Steigerung des Anwenderschutzes. Akzeptanzhemmend wirken hohe Investitionskosten, fehlendes Wissen für den Umgang mit der Technologie und fehlende Integration in bestehende Prozesse. Bei ausreichender Praxisreife, einfacher Praxishandhabbarkeit und nachvollziehbarem positivem Kosten-Nutzen-Verhältnis werden die Technologien erfahrungsgemäss von den Projektbetrieben weitergehend eingesetzt werden. Lenksysteme und automatische Teilbreitenschaltungen sind ohne finanzielle Förderung bei entsprechender Auslastung selbsttragend, Hackgeräte zur Unkrautregulierung zwischen den Reihen unter Ausnutzung der Fördermöglichkeiten Einige Technologien, vor allem Systeme für die bewuchsspezifische Ausbringung und Mulchroboter, sind nicht selbsttragend, weil für ihren Einsatz (noch) keine Förderung zur Verfügung steht. Im Bereich der Prognose- und Monitoringsysteme braucht es häufig unterstützendes Expertenknowhow und den regionalen Lead der kantonalen landwirtschaftlichen Beratungszentren, damit die Technologien in der landwirtschaftlichen Praxis Wirkung entfalten können.