In den Jahren 2022 bis 2024 prüfte Agroscope an sieben
Standorten 19 Sorten des Weissklees (Trifolium repens L.)
und an fünf Standorten neun Sorten des Wiesenrispengrases (Poa pratensis L.). Beim Weissklee waren neun und
beim Wiesenrispengras zwei der Sorten bereits empfohlen. Sie wurden erneut auf ihre Empfehlungswürdigkeit
geprüft. Beurteilt wurden der Ertrag, die Jugendentwicklung, die Güte (allgemeiner Eindruck, Üppigkeit, Ebenmässigkeit des Pflanzenbestandes) die Konkurrenzkraft,
die Resistenz gegen Blattkrankheiten, die Toleranz gegen
Wintereinflüsse, die Ausdauer (Güte am Ende der Prüfperiode) und die Anbaueignung für höhere Lagen. Beim
Wiesenrispengras kam zudem die Verdaulichkeit hinzu.
Beim Weissklee können die Sorten «Melital» und «Minona» neu empfohlen werden. Beide überzeugten im Ertrag
und in der Toleranz gegen Wintereinflüsse. «Melital» stach
zudem mit ihrer guten Resistenz gegen Blattkrankheiten
hervor, während «Minona» mit ihrer raschen Jugendentwicklung und einer hervorragenden Anbaueignung für
höhere Lagen beeindruckte. Sie wurden ins Sortiment der
klein- bis mittelblättrigen Sorten eingeteilt. Ebenso werden die Wiesenrispengräser «Sextonis» und «Sialis» neu
in der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen»
geführt. «Sextonis» punktete vor allem im Ertrag, in der
Konkurrenzkraft und in der Toleranz gegen Wintereinflüsse, während «Sialis» dies mit einer hervorragenden
Verdaulichkeit tat. Beide Sorten fielen zudem mit ihrer
Ausdauer sowie ihrer Resistenz gegen Blattkrankheiten
auf. Die Weisskleesorte «Rabbani» konnte die für eine
weitere Empfehlung notwendigen Kriterien nicht erfüllen
und wird deshalb aus der Sortenliste gestrichen. Sie darf
deshalb nur noch bis Ende 2027 als empfohlene Sorte
verkauft werden.