Ziel dieser Studie ist die wirtschaftliche Analyse der landwirtschaftlichen Pensionspferdehaltung mit einer differenzierten Betrachtung von Einzel- und Gruppenhaltungen. Untersucht wurden 18 landwirtschaftliche Betriebe mit Schwerpunkt Pferdepension. Grundlage bildeten Buchhaltungsdaten, Strukturdaten sowie interviewbasierte Arbeitszeitangaben. Die Auswertung erfolgte mittels Vollkostenrechnung mit AgriPerform. Zentrale Kennzahlen waren Arbeitsverwertung (Einkommen je eingesetzte Arbeitsstunde), Flächeneinkommen sowie die Pensionskosten pro Pferd und Monat (Gewinnschwelle). Im Durchschnitt erzielen Gruppenhaltungssysteme eine höhere Wirtschaftlichkeit als Einzelhaltungssysteme. Der Arbeitsverdienst liegt bei der Gruppenhaltung mit 26 CHF/Akh über jenem der Einzelhaltung (18 CHF/Akh), was primär auf einen geringeren Arbeitszeitbedarf pro Pferd sowie
niedrigere gebäudebezogene Fixkosten zurückzuführen ist. Gleichzeitig können zwei Drittel der Betriebe aus der Pensionspferdehaltung einen Gewinn erwirtschaften. Die Resultate belegen, dass die Pferdepension im Vergleich zu anderen tierhaltenden Produktionszweigen ein höheres Einkommenspotenzial besitzt, die Rentabilität jedoch stark von Struktur, Arbeitsorganisation und Haltungssystem abhängt. Die Studie liefert eine aktuelle empirische Grundlage für betriebliche Investitionsentscheide, Beratung und agrarpolitische Bewertung der Pferdehaltung als Diversifikationsform.