Über einen Zeitraum von 14 Jahren wurden auf einem Betriebsnetz mit rund 300 Landwirtschaftsbetrieben detaillierte Bewirtschaftungsdaten erhoben. Mit diesen Daten wurden Agrarumweltindikatoren berechnet, die die Wirkung der Landwirtschaft auf die Umwelt quantifizieren. Dank einer innovativen statischen Methode konnten wir verlässliche Zeitreihen berechnen, die berücksichtigen, dass nicht immer dieselben Landwirtschaftsbetriebe Teil des Betriebsnetzes waren. Für fast alle 13 Agrarumweltindikatoren des Betriebsnetzes ist eine Verbesserung über die Zeit erkennbar. Besonders ausgeprägt sind die positiven Entwicklungen für die Agrarumweltindikatoren Pflanzenschutzmitteleinsatz (von 1,21 auf 0,83 Applikationen pro ha; –31 %), Humusbilanz (von 450 auf 561 kg Humus / ha; +25 %) und Stickstoffbilanz (von 86,0 auf 76,8 kg N / ha; –11 %). Vier der untersuchten Agrarumweltindikatoren haben ein nationales Pendant. Diese nationalen Agrarumweltindikatoren unterscheiden sich von der Datengrundlage (z. B. Mineraldüngereinsatz). Für die Ammoniak- und Treibhausgasemissionen gibt es einen ähnlichen Trend im Betriebsnetz und auf nationaler Ebene. Für die Phosphorbilanz treten gegensätzliche Trends auf, die teilweise darauf zurückzuführen sind, dass das Betriebsnetz nur bedingt repräsentativ für alle
Betriebstypen der Schweiz ist, teilweise aber auch auf Unsicherheiten in den Daten (z. B. Grünlanderträge).