Phosphormangel (P) ist im ökologischen Ackerbau weit verbreitet. Im Projekt BioPhosRec wurden P-reiche Komposte aus organischen Reststoffen und struvithaltigen Mineralien hergestellt, die in Rohren von Abwasserbehandlungsanlagen ausgefällt wurden. Deren Düngewirkung wurde in einem Gefässversuch mit einer Weidelgras–Mais-Fruchtfolge auf Böden mit unterschiedlichen pH-Werten untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass die P-Düngewirkung stark vom Boden-pH abhängt. In saurem Boden (pH 5,6) erhöhten alle gedüngten Varianten die Biomasse im Vergleich zur ungedüngten Kontrolle, wobei Struvit eine bessere Wirkung zeigte als Kompost ohne Struvit. In gekalktem Boden (pH 6,6) trat eine P-Fixierung auf, insbesondere bei Düngemitteln mit einem hohen Anteil an pflanzenverfügbarem P (Struvite, Superphosphat), während Phosphor aus ko-vergorenem Struvit weiterhin pflanzenverfügbar blieb.
Damit erscheinen Komposte mit ko-vergorenem Struvit besonders geeignet für den ökologischen Landbau, da sie eine stabile P-Verfügbarkeit im pH-Bereich von 5,6–6,6 gewährleisten und gleichzeitig organische Substanz in den Boden einbringen.