Detektionsbasierte Applikationen (DA) werden zunehmend in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft
eingesetzt, um Unkräuter und Pilzkrankheiten zu bekämpfen. Dank Machine Learning wurde ein bedeutender
Fortschritt bei der automatischen, einzelpflanzenspezifischen Unkrautregulierung erzielt. Aktuell sind in
Biodiversitätsförderflächen (BFF) nur Einzelstock- oder Nester-Behandlungen mit spezifischen Herbiziden
zugelassen. Die Frage stellt sich, ob die Erkennungsraten der DA mittlerweile präzise genug sind und zukünftig zur
automatisierten Einzelstockbekämpfung von Blacken auf solchen Flächen zugelassen werden sollen. In diesem
Versuch wurden 23 Versuchsflächen (extensiv genutzte Wiesen, BFF) untersucht, welche von drei Maschinentypen
(«Ecorobotix ARA», «Rumex», und «RumboJet») behandelt wurden. Die drei Maschinentypen waren unterschiedlich
häufig vertreten und es ist schwierig spezifische Aussagen zu den einzelnen Leistungen zu machen. Unsere
Untersuchungen zeigen insgesamt eine gute Trefferquote von mindestens 68% gegen die Wiesenblacke (Rumex
obtusifolius). Einige geschädigte Nicht-Zielarten wurden unerwartet behandelt und wiesen im Vergleich zur
Wiesenblacke sehr unterschiedliche Blattformen auf. Diese wurden entweder von der Bilderkennung
fälschlicherweise mit der Wiesenblacke verwechselt, oder als Kollateralschaden im Spritzkegel neben
Wiesenblacken oder anderen Nicht-Zielarten getroffen. Eine Liste von 14 Nicht-Zielarten mit wertvoller Bedeutung
(Q2-Zeigerarten oder wertvolle Futterpflanzen) wurde bestimmt und deren Trefferquoten soll durch gezieltes Training
des Machine Learning zukünftig reduziert werden. Die Datenlage ist momentan noch zu dünn, um definitive
Empfehlungen zu geben. Daher wird ein Folgeprojekt beantragt, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen und
anschliessend Schwellenwerte für Trefferquoten von Nicht-Zielarten für die Zulassung solcher Maschinen auf BFF
festlegen zu können.